Fachbereich Wirtschaft, Arbeit, Technik

Fachbereichsleiter: Herr Stüber

Unterrichtende Kolleginnen und Kollegen:

  • Frau Neumann
  • Frau Tieseler
  • Frau Friesecke
  • Herr Fischer
  • Herr Neidel
  • Herr Hoeft

Grundsätzliches zur Berufsorientierung

„Der Übergang von der Schule ins Berufsleben spielt eine entscheidende Rolle für die Zukunftsperspektive junger Menschen. Daher ist die Förderung des individuellen Berufs-und Studienwahlprozesses eine wichtige und zentrale Aufgabe der allgemeinbildenden Schulen.“

Es ist daher sehr wichtig, die Schülerinnen und Schüler „bei ihrer Orientierung auf dem vielfältigen Arbeits-und Ausbildungsmarkt zu unterstützen und sie möglichst umfassend auf den Übergang in eine berufliche Ausbildung bzw. in ein Studium vorzubereiten“.

Leitfaden Berufsorientierung Praxishandbuch zur qualifizierten Berufs-und Studienorientierung an Schulen, Verlag Bertelsmann Stiftung, Autoren: K.Hammer, Dr. J.Ripper, T. Schenk, S. 9

Wir wollen unseren Schülerinnen und Schülern unter anderem durch das Fach Wirtschaft-Arbeit-Technik die Möglichkeit geben, ihre Fähigkeiten und Interessen zu entdecken, um diese mit den Anforderungen der Arbeits-und Berufswelt in Einklang zu bringen und ihnen einen gelingenden Übergang in ihrer Lebensweg-planung zu verschaffen.

Welche Ziele verfolgt der berufsorientierte Unterricht im Fach WAT?

Der berufsorientierende Unterricht Im Fach WAT hat „vor allem folgende Ziele:

  • Einschätzung der eigenen Fähigkeiten und Interessen
  • Kenntnisse über verschiedene Ausbildungswege und deren Anforderungen
  • Gezielter Erwerb von Kompetenzen, Fähigkeiten und berufsspezifischem Wissen
  • Übernahme von Verantwortung für den eigenen Berufs-und Lebensweg
  • Frühzeitige Einblicke in die Arbeitswelt“3.

Duales Lernen

Die Lernform „Duales Lernen“ ermöglicht ein individuelles praxisnahes Umsetzen von Theoretischem und Praktischem. Je nach Bedarf werden nicht nur alle Fächer im Dualen Lernen mit eingebunden, sondern auch externe Partner.

Es besteht in den Jahrgangsstufen 9 und 10 die Möglichkeit des Praxislernens an einem außerschulischen Lernort, dem L-Werk. Hier findet für leistungsschwächere Schülerinnen und Schüler ein 3 tägiger praxisorientierter Unterricht in diversen Werkstätten statt.

Unsere Schule nimmt am Berliner Programm einer vertieften Berufsorientierung für Schülerinnen und Schüler (BVBO 2.0) teil und nimmt das Angebot unterschiedlicher aufeinander aufbauender Module wahr.

Umsetzung in den Jahrgangsstufen 7 und 8

Jahrgangs- stufeThemen und MaßnahmenErläuterungen
7/8Berufs-und Lebenswegplanung: Einstimmen und Erkunden• Erkunden individueller Stärken, Fähigkeiten und Interessen
• Erstellen einer „Traumwolke“
• Berufsbeschreibung
7Teilnahme „Komm auf Tour“• Stärken und Schwächen Kennenlernen (diverse Stationen)
7/8Entwicklung, Planung, Fertigung und Bewertung von Produkten• Aufbau und Funktion von Werkzeugen
• Fertigungsverfahren
• Material- und Kostenberechnungen
7/8Ernährung, Gesundheit und Konsum• Umgehen mit Küchengeräten
• Rezepte lesen und anwenden
• Gesunde Ernährung
7/8Wirtschaften im Haushalt• Junge Menschen als Verbraucher
• Auswirkungen von Werbung
8Potenzialanalyse (3 Tage) – Modul 2 (BVBO 2.0)• Feststellen von individualen Kompetenzen
8Werkstatttage (10 Tage) – Modul 2 (BVB0 2.0)• Feststellen von individualen Kompetenzen innerhalb von 3 Schwerpunktfeldern

Umsetzung in den Jahrgangsstufen 9 und 10

Jahrgangs-stufeThemen und MaßnahmenErläuterung
9/10Berufs- und Lebenswegplanung: Erkunden, Entscheiden und Realisieren• Erneute aktualisierte Einschätzung der individuellen Fähigkeiten
• Erkennen von Berufsfeldern
• Persönliche Entscheidungsfindung Berufs-und Lebensweg
• Arbeitsverträge
• Rechte und Pflichten Azubi
9/10Bewerbungstraining mit einem externen Träger (1 Tag)• Bewerbungsunterlagen, Einstellungstests und Vorstellungsgespräch
9Besuch Berufsinformationszentrum BIZ• Beratung und PC-Arbeit
9Vorbereitung, Durchführung (3 Wochen) und Nachbereitung des Betriebspraktikums
Ergänzung und Vertiefung des Betriebspraktikums
Modul 3 (BVBO 2.0)
• Praktikumshefter und -Dokumentation
• Präsentation der Praktikumsplatzes
• Arbeitsschutz, Jugendarbeitsschutzgesetz
10Besuch von Bildungsmessen (Ausbildungstage Südost, Vocatium II)• Junge Menschen als Verbraucher
• Auswirkungen von Werbung
9/10Ernährung und Konsum aus regionaler und globaler Sicht• Nahrungsmittelkette vom Anbau bis zum Konsum
• Regionale und globale Produktion von Nahrungsmitteln
• Verbraucherrechte
• Folgen des Konsums
9/10Unternehmerisches Handeln• Entwickeln, Planen und Umsetzung von Geschäftsideen
• Strategien des Marketings
• Mitbestimmung, Arbeitszeit und Arbeitsschutz
9/10Unternehmen in die Schule (jeweils 2×1 Stunde) mit Hilfe MHWK Marzahn• Vorstellen des Unternehmens

Die Praxisklassen 9 und 10 werden jeweils in diversen Berufsfeldern im L-Werk Berlin Lichtenberg jeweils 3 Tage pro Woche praktisch eingewiesen und unterrichtet. (z. Bsp. Maler, Radwerkstatt, Elektro, Tischlerei, Garten-und Landschaftsbau, Verwaltung). An den restlichen 2 Tagen der Woche findet der allgemeinbildende Unterricht in unserer Schule statt.